Archiv für Juli, 2008

Sydney Tag 8

Eine Woche ist schon vergangen, seit dem ich hier bin. Damn! Heute habe ich das Go von Cosmopolitan bekommen und so habe ich mich an die Animation gemacht. Eigentlich wollte ich die vorhandene After Effects Datei nutzen, die für die Juli Ausgabe angefertigt wurde. Aber wie es nun mal immer so ist, ist die Datei total messy. Aaaalder! Ich dachte mir, bevor ich hier durchgeblickt habe, wo was ist, habe das Ding schon Xmal selbst gebaut. Also habe ich eine für mich klar strukturierte Datei angefertigt, die nach Il-Hoscher Logik aufgebaut ist und alles unnutze gelöscht ist. Die Animation der vorherigen Ausgaben sagen mir nicht wirklich zu, aber ich habe versucht daraus das Beste zu machen und habe die Motion kleinwenig gepimpt, indem ich dezent mit Belichtung und Weichzeichen gearbeitet habe, um so einen smootheren Übergang zu erreichen. Ich dachte, es würde mein eigenwilliges Eingreifen keiner merken, aber Dan hat es, aber fand es subber. Ich habe auch immer zwischen durch mit Snapz Pro X rumgefuchtelt (Danke nochmal an commanderk … wer zum Henker bist Du eigentlich??!) und ich muss sagen, I like this tool! Aber leider habe ich keine Serial. Für einen zweiten Tipp wäre ich auch sehr dankbar! :) )))

Heute haben wir Essen bei Burgerlicious bestellt und uns beim mampfen vor dem Fernseher gehockt und Dr Phil geguckt. Das ist eine Talkshow, in der Dr Phil zwischen sich zwei streitenden Parteien aufklärt. Das war höchst interessant, weil ich zu einem zum ersten mal australisches Fernsehen gesehen habe und zu anderem ich jetzt auch weiß, warum der Server hier bei Sixty40 Dr Phil heißt. Eine sehr beliebte Sendung hier, bei der energisch mit sarkastischen Sticheleien mitgeredet wird, wie z.B. „Come on Dr Phil make her cry .. make her cry!“ Ich hab mich weggeschmissen, als ob wir einen Boxkampf sehen würden! Und in den Werbeunterbrechungen wird der Ton ausgeschaltet und erst wenn wieder Dr Phil wieder am start ist, gucken alle wieder auf den Fernseher. Zu lustig!

Nach der Arbeit bin ich wieder in die City und habe mich nach der Suche nach einer Kappe gemacht. Ich habe nämlich meine Kappensammlung zu hause gelassen, weil ich dachte, ich würde mir hier eh eine neue zulegen. Aber irgendwie scheint mir das doch schwieriger zu sein, als ich dachte. Die Dinger hier sind mir etwas zu blinkyblinkysh. Und als ich dann in einem Quicksilver Store auf der George St eintrat, hörte ich aus den Lautsprechern, mir eine bekannte Stimme! Achtung, das ist für meine Leute von Saatchi, vor allem für Ines und Martin. Denn kaum zu glauben, die haben tatsächlich Blue King Brown gespielt. Ich fand das so toll, dass ich das als Beweis unbedingt heimlich aufnehmen musste (ich renn da die ganze Zeit von den Verkäufern weg):

Für alle anderen, die das gerade nicht verstehen, Saatchi hat einen Musikclip von Blue King Brown gedreht, der ein Teil einer Werbekampagne für Sony Ericsson war und Ines, Martin und ich haben dazu die Microsite realisiert, in der das Ergebnis zu sehen ist. Wem die Musik gefällt, Video ist zu sehen unter www.sonyericsson.com/musictrip. Unter Bands/Blue King Brown zu finden.

Am Abend war ich dann auch wirklich mit Jacke, Beanie und Schal am Strand und habe dort mit Daiin und Frau mit Chips und zwei Sixer gechillt. Trinken ist in der Öffentlichkeit zwar verboten, aber darauf habe ich mal großzügig geschissen. Yeah, that’s life! :) ))

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Australische Handynummer

+61 0401 074 024

‘Yes’ Optus Nummer … die mit den animierten Elefant! :) ))

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Sydney Tag 7

Es ist schon lustig, wenn man morgens mit der Masse mit der Fähre nach Sydney kutschiert und dann weiter mit dem Bus in Richtung Hyde Park fährt. Die arbeitende Großstadt ist doch irgendwie überall die gleiche, alle sind sie busy, rennen gehetzt zur Fähre hin, trinken Kaffee und lesen Zeitung. Dementsprechend habe ich mich schon bei meinem zweiten Arbeitstag auf den Arbeitsrythmus gewöhnt und fühl mich als hätte ich den Weg schon 1000x begangen. Kleine Dinge erinnern mich jedoch noch, dass ich doch in einem fremden Land bin, wie z.B. der Blick auf das Sydney Opera House im Morgengrauen oder der Weg durch den schönen Hyde Park.

Heute auf der Arbeit habe ich bei einem Sixty40 Sign Poster mitgewirkt. Die Leute hier machen für ihr Büro immer mal wieder kleine Poster, die sie im Büro aufhängen, was ihnen dann veranlasst eine Party zu schmeißen. So sehen die bisherigen Poster aus:

Und so sieht es generell bei Sixty40 aus.

Matt (Director), Cheryl (PM), Anita (Assistant), Dan (Motion Graphics), Nick (3D) und ich sind zu Lunch raus in einer netten Stube auf die Terrasse und haben das gute Wetter mit einem deftigen Steak genossen. Dazu habe ich Lime Lemon& Bitters bestellt, was wirklich yummie ist. Matt ist gerade dabei sein Badezimmer zu renovieren, so kam es dazu, dass wir über unsere Wohn- und Umzugserfahrungen gebrasselt haben. Cheryl erzählte uns, dass sie ursprünglich aus Amsterdam kommt und dass sie Hals über Kopf ihr Leben dort hingeschmissen hat, um mit ihrem Mann, der zu der Zeit in London gelebt hatte, gemeinsam Indien zu entdecken und danach eine neues Leben in Australien anzufangen. Anitas Wurzeln kommen aus Kuala Lumpur, ist aber glaub ich hier in Aussie geboren und Nick kommt aus Queensland und hat sich seine 3D Skills selbst beigebracht, während er noch als Banker oder ähnliches gearbeitet hat.

Nach Feierabend bin ich gut gelaunt wieder mal durch die City geschlendert und habe wieder etliche neue Sneaker Shops gefunden. Aber zum Glück ist nichts großartiges dabei, was ich nicht schon in Barcelona oder London gesehen hätte, so kann ich mich gut zurückhalten und habe nicht den Zwang zugreifen zu müssen. Aber ein Paar muss schon irgendwann mal drin sein. :) ) Ansonsten gibt es lustige KikTyo Shirts mit MC Hammer Motiv oder mit Pete Rock. Was auch überall auf der Welt gleich ist, ist dass immer die Bape, Teriyaki, Ice Cream und BBC Sachen mit Abstand am teuersten sind, which majorly sucks. Und natürlich war ich auch im Carhartt Store. Selbstverständlich. :) ) Zur Zeit ist überall Sale und bei Carhartt war das extrem und beim Anblick der Preise hat es mich doch in den Fingern gejuckt … jetzt habe ich ein Beanie und eine Winterjacke von 399$ auf 99$ reduziert. Hammer! Die Winterjacke habe ich jetzt nicht wegen Australien gekauft, sondern eher wegen Korea, weil ich ja dort über den Winter sein werde und mir dort sowieso eine zulegen wollte. Aber jetzt mit der Jacke, Beanie und Schal kann ich natürlich auch Nachts gediegen am Strand chillen. Yes! :) ) Als ich nach meiner erfolgreichen Schnäppchenjagt vollgepackt und überglücklich durch den Hyde Park stolzierte, begegnete ich zwei junge Männer auch zugepackt mit Einkaufstüten, die MICH nach den Weg fragten. MICH, der noch nicht mal eine Woche hier ist! Sie suchten die Oxford St. HA! Rookies! Absolut souverän konnte ich den beiden Jungs helfen und habe ihnen den Weg gezeigt … maaan I’m such a Sydneyan..er..nesian..whatever!?!?! Hä-Hä! :) )))

Als ich dann mit der Fähre wieder nach Manly fuhr, traute ich meinen Augen kaum. Was ein Zufall! Die Welt ist echt zu klein! Ich habe tatsächlich wieder das Mädel gesehen, das im Flug nach Australien neben mir saß. Das Mädel mit den Jeans Hotpants! Über 4 millionen Menschen leben hier, wer hätte gedacht, dass ich hier eine Fresse zweimal seh! Diesmal hatte sie Kaki Pants an und natürlich hatte sie einen Stecher am Start, den sie hier besucht und das lustige ist, ich glaube der studiert mit meinem Kumpel Daiin zusammen. Denn warum sonst, sollte der Typ in Manly wohnen. In Manly kommen nämlich Studenten aus aller Welt, nur um Hospitality zu studieren, sagt Paulus der Taxifahrer. Wenn ich sie noch einmal sehe, werde ich ihr eine reinhauen, ich glaube das bringt Glück. :) ))

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Sydney Tag 6

Heute war mein erster Arbeitstag. Ich habe endlich Anita kennengelernt, mit der ich zuvor ständig E-Mail Kontakt hatte. Hatte sie mir ganz anders vorgestellt, so eher als große Aussie-Mutti, ist aber eine junges asiatisches Mädel. Die Leute von Sixty40 sind wirklich gechillt unterwegs, sehr lässig. Gestern hatten sie zwei große Abgaben, deswegen war es heute ein mehr oder weniger leerer Chaos. Die meisten Leute waren nämlich zu hause pennen. :) ) Doch für die Jungs geht es denk ich mal sofort weiter, denn heute hatten die zwei Meetings für weitere Jobs, einer davon war mit Disney. Ich hatte auch schon gleich einen ersten Job. Es ging irgendwas um MTV und Cosmopolitan. Ein Teaser für das nächste Heft mit Giselle Bündchen als Cover. :) )) Hört sich krass an, aber war nichts wildes. Denn diesen Teaser gibt es anscheinend jeden Monat und da wird nichts weiter als paar Seiten vom Heft ein- und ausgeblendet. That’s it.

Zu Mittag war ich gegenüber bei einem Thai. Da gibt es lunch für 8.50$ plus ein Freigetränk, umgerechnet sind das 5€, also mehr als fair. Als ich draußen die Karte studierte, kam es wieder zu einer sehr freundlichen Begegnung mit zwei Aussies. Beide, ein gemütlicher lustiger Mann mit Mütze und ein rothaariges Mädel saßen am Tisch und warteten auf ihre Bestellung und haben mir den Thai wärmstens empfohlen und haben mich eingeladen mich dazu zu gesellen. Also saßen wir zu dritt am Tisch und haben beim Essen über das Leben geplaudert. Dabei kam raus, dass der Mann ein Komödiant ist und das Mädel eine Schauspielerin. Und das passte total zum Bild das ich von den beiden hatte, denn die Art wie sie auf Menschen eingegangen sind, hatte mich stark an Bühnenperformances erinnert. Der Mann war sogar mal in Deutschland und fand Frankfurt extrem langweilig. :) ) Als die beiden mit dem Essen fertig waren, gab er mir seine E-Mail Adresse und ludt mich zu einem Schauspiel am Bondi Beach, Endes des Monats ein, in der er Regie geführt hat.

Zurück zur Arbeit habe ich eigentlich nicht mehr viel gemacht, außer mit dem 3D Crack über 3D Zeugs zu babbeln. Der Junge kann was und ich freu mich mit ihm zu arbeiten. Der Typ ist zudem noch extrem locker und hat glaub ich Bock sein Wissen weiterzugeben, was natürlich sehr cool ist. Auf dem Heimweg kam ich dann zufällig an einem Optus Shop vorbei. Eine SIM Karte kostet 20$ und da ist schon Guthaben mit dabei. Sau gut! Und der Verkäufer war sogar so freundlich und hat für mich direkt alles online aktiviert, nachdem ich etwas verwirrt durch die Booklets gestöbert hatte, so konnte ich sofort lostelefonieren und zu meinen nächsten Wohnungsbesichtigungen hintigern.

Diesmal waren es sogar zwei recht gute Wohnungen. Die erste Wohnung ist perfekt gelegen an der Kreuzung Liverpool St und Elizabeth St. Dort empfing mich ein Thailänder, der Koch ist. Die zweite Wohnung war schon etwas weiter weg in Richtung Central Station/China Town, dort empfing mich eine Chinesin. Die konnte extrem viel texten, so viel texten, dass sich mein Selbstschutzmechanismus eingeschaltet hatte und so jedes zweite Wort gefiltert wurde und ich deswegen auch nicht mehr weiß, was sie beruflich macht? Was ich aber noch weiß, ist dass um die Ecke eine Peepshow war. Also musste ich mich entscheiden zwischen einen Thai Koch und einer Peepshow. Thai Koch – Peepshow … Thai Koch .. Peepshow … Ich entschied mich für den Thai Koch, denn ich glaub so eine Peepshow, das kriegt der Junge auch noch so gerade hin. :) ))

Also das Suchen hat für mich jetzt endlich ein Ende. Am 10.8. werde ich am Hyde Park mitten in Sydney City residieren. Yeah! Und ich habe einen Thai Koch! Yeah! Und eine Peepshow .. im private room! Doppel-Yeah!

Ah und noch ein Highlight des Tages war, auf dem Heimweg habe ich das erste australische Tier gesehen!!! Weil es dunkel war, konnte ich nicht richtig sehen und dachte erst, ääh.. scheiß Hase verpiss dich! Aber dann sah ich im Licht, dass der Hase einen Rüssel hat!!! OH MEIN GOTT! Das Viech sah so lustig aus! Hatte die größe eines Hasen und auch das Fell war sehr ähnlich eines Hasen und es hat sich auch hoppsend fortbewegt, wie ein Hase, aber es hatte einen RÜSSEL!!! Ich habe absolut keine Ahnung was es war, ich bin ja schon geneigt zu sagen, es war ein Rüsselhäschen … denn es hatte einen RÜSSEL!!!! Wie krass!! Einen RÜSSEL!!!!

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Sydney Tag 5

Nachdem ich etwas glücklos bei der Wohnungssuche war, dachte ich mir, es wäre mal an der Zeit, mir eine SIM Karte zu besorgen. Denn die Dinger sind hier gar nicht mal so teuer und funzen mit dem deutschen Handy. Ich hab mir sagen lassen, dass der Anbieter ‘Yes’ Optus recht günstig sei, so bin ich dann ins Internet und wollte mich mal über Optus ein bissl schlau machen. Als ich auf deren Seite einen animierten Elefanten auf einem Turm gesehen hatte, dachte ich mir, yeah, das ist genau das wonach ich gesucht habe! Genau mein Ding! :) ) Also zog ich los durch Manly auf der Suche nach einen Optus Shop, konnte aber keinen finden. Zudem wurde ich auch noch total nass, weil es wieder mal fies gepisst hat. Da ich kein Bock hatte pitschnass im Regen durch die Stadt zu flitzen, habe ich die Besichtigungstermine für den Tag auf morgen verschoben. Um etwas gegen die Kälte zu unternehmen, habe ich mir einen Schal von Volkom gekauft. Im Vergleich zu deutschen Preisen war das Ding spot billig. Leider habe ich keinen passenden Beanie dazu gefunden. Und ich habe mir die erste Medizin gekauft, ich befürchte nämlich eine Erkältung, denn in Daiins Wohnung gibt es keine Heizung, was selbst in Australien schon recht abenteuerlich ist.

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Sydney Tag 4

Da wir am Abend zuvor zulange gemacht haben, bin ich dementsprechend spät aufgewacht. Irgendwie habe ich bislang keine Jetlag beschwerden. Es war doch ganz gut, dass ich im ersten Flug nach Korea nicht geschlafen habe. :) ) Zum Frühstück/Mittag sind Daiin und ich ins Ivanhoe und haben uns ein 300g Steak, Medium with Honey Mustard Sauce reingefahren. Danach bin ich wieder in die City, um mir wieder mal ein Zimmer anzuschauen. Die Anzeige klang ganz gut, so bin ich mit vollem Optimismus losmarschiert. Diesmal war das Haus in Ultimo, im Westen der Innenstadt. Dabei musste ich über Darling Habour, der nächste schöne Ort hier in Sydney und wieder hatte ich meine Kamera nicht dabei. Aber ich werde da auf jeden Fall mehrmals sein, nicht nur um Fotos zu knipsen. Es sieht sehr modern aus, sehr bonzig mit Schiffen und Yachten und extrem nach Großtourismus. Hier sind nur die riesen Hotels zu sehen und natürlich auch das riesen IMAX Kino. Nachdem ich da stundenlang rumgeirrt bin, habe ich dann auch endlich das Haus gefunden, das war nämlich hinter den großen bonzigen Gebäuden in einer recht abgefuckten Straße. Beim Anblick des Hauses, wurde mir ganz anders. Ich wusste nicht genau, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich sag nur „White Trash“! Frei nach dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“ habe ich mit vollem Optimismus schließlich den Hausherren rausgeklingelt. Ein alter Herr öffnete mir die Tür, ich betrat vorsichtig das Haus, was soll ich sagen .. Hoffnung ist ein Arschloch! Innen sah es aus, wie außen, nur mit Licht, was auch nicht sonderlich vorteilhaft war. Der Mann zeigte mir das „Zimmer“. Sehr, wie soll ich sagen, sehr spartanisch „eingerichtet“. Raum war voll, durch ein Bett. Kein Fenster! Hatte etwas von einem Sterbebett für die böse Großmutter. Die Duschen waren kahle Kabinen nebeneinander, quer neben der Küche, im schönen dezenten dritte Reich Stil. Dafür wollte der Mann 155$ die Woche, das sind 93€, sprich 372€ im Monat! Das Loch war extrem unheimlich. Ich befürchtete schon Aktionen, wie „Junger Mann, folgen sie mir in den Keller, ich zeige ihnen mein Waffenarsenal.“. Aber zum Glück kam es nicht dazu, und ich ließ mir irgendeine Ausrede einfallen, um schnellstmöglich und unversehrt da rauszukommen. Zum Abschied erklärte mir der alte Mann, den direkten Weg zurück in die Stadt, der unter einer Highway-Brücke führte …

Was war ich froh, als ich wieder Lichter, fahrende Autos und Menschen auf der Straße gesehen hatte. Das war bislang echt die härteste Wohnungsbesichtigung ever! Da zieh ich lieber mit ganz Asien in einer 2 Zimmerwohnung ein, bevor ich mir sowas nochmal geben muss!

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Sydney Tag 3

Und wieder ging es los mit einigen Wohnungsbesichtigungen und dabei landete ich zufällig in China Town. Das ist auf der Sussex St ab dem PWC Gebäude aufwärts. Generell muss man sagen, die Stadt ist besiedelt von Asiaten und auf der Straße war es natürlich extrem, denn auf einmal waren die ganzen Schilder auf chinesisch, einige auch auf koreanisch. Alle Arbeitskräfte, ob es im Supermarkt ist oder im McDonalds sind alle asiatisch. Apropo im ganz normalen australischen Supermarkt Coles (habe zuvor davon berichtet) gibt es Seogang und Ramyun zu kaufen. Sau krass. Als ich dann von der Sussex St in die Liverpool St eingeboben bin, mehrten sich die koreanischen Läden, so habe ich schon die ersten koreanischen Grillbuden, Karaokebars und koreanische Lebensmittelläden entdeckt. In der Nähe hatte ich dann die erste Wohnungsbesichtigung für den Tag. Oh shit, war das hart. Ein kleiner Japaner, der für einen koreanischen Immobilienfuzzi arbeitet hat mich abgeholt und zu einer 2 Zimmerwohnung gebracht, in der 10 Menschen wohnen! ZEHN!!! In ZWEI Zimmer!!!! ZEEEHN!!!! Die haben sogar das Wohnzimmer mit einer Papierwand getrennt und daraus ein Zimmer gebastelt. ZEEEEEHN!!!!! Und da gab es Japaner, Vietnamnesen, Chinesen und Koreaner alle vereint in diesem winzigen Microkosmos. Aus allen Löschern dieser Wohnung kamen sie dann alle langsam raus gekrochen und einer von ihnen hat auch gleich die Chance wahrgenommen sich beim Wohnungsdealer zu beschweren, bevor ich alle Anwesenden überhaupt aufzählen konnte. Nachdem die Diskussion damit endete, dass der Dealer den Bewohner damit tröstete, dass in der anderen Wohnung es noch beschissener sei, wurde mir ein zweistöckiges Bett gezeigt mit der Info das obere wäre jetzt frei. Ich grinste ihn unglaubwürdig an und nickte mit dem Kopf und meine nur „ooh, really??!?!!!!“. Er hatte es sofort verstanden, musste auch grinsen und fragte mich:“too crowded?“. Ich habe nur ein kleine deutsches „och“ rausgestöhnt und mich nach draußen begleiten lassen.

Bevor ich dann noch zwei weitere glücklose Besichtigungen hatte, bin ich wieder durch die Stadt geschlendert, um diesmal auch endlich die ersten Fotos von Sydney zu knipsen.

Das ist Manly, da wo mein Kumpel Daiin wohnt. Ein idylisches Viertel mit kleinen Booten und viele Kanarienvögel.

Hier die Skyline von Sydney von der Fähre aus geschossen. Im ersten Bild sieht man die Harbour Bridge, das Sydney Opera House und die Skyline.

Sydney Opera House

Sydney Skyline

Sydney Harbour Bridge

Sydney City

Videos habe ich auch eine Menge gemacht. Hier ist das erste. Kids spielen auf der Rampe am Opera House. Die Rampe seht ihr oben auf dem 3. Bild von der Sydney Opera House Reihe. More to come, so stay tuned

Nach der Tour war ich gegen Mitternacht wieder in Manly. Daiin kam mit seinem Mädel von der Arbeit und haben Knapperzeug und Alk mitgebracht. Yeah – Game Abend! Wir haben bis halb sechs morgens Karten gespielt, es fing mit Mau-Mau an und endete mit Poker. Und natürlich durfte der Gewinner jedes Spiels den Verlierer zu bestimmten Strafen bestimmen. Ach ja, es ist immer wieder toll, mit Menschen zu spielen, die kein Deutsch verstehen, denn natürlich haben Daiin und ich Tag-Team-Action gemacht und so geschah es, dass das Mädchen sehr sehr oft verlor. :) )))) Aber leider, wie befürchtet, hat sie nicht das machen wollen, wozu ich sie bestimmt habe, wie ihr Gesicht mit der Salsa Soße beschmieren und dabei ein lustiges Lied singen, am besten ein mexikanisches. Sie entschied sich für Alk trinken. Ich meinte dann spaßes halber, ok dann ex den Rest von der Weinflasche leer und die Flasche war noch zur Hälfte voll. Sie meinte „alright“. Geschockt haben wir sie beruhigt und meinten nur, dass sie nicht alles, sondern nur Hälfte exen sollte. Im Endeffeckt war es eh egal, weil sie auch das nächste Spiel verlor. :) ))) Wir Jungs bekamen dabei ein wenig angst, sie konnte nämlich saufen, wie ein Loch. Sie hatte nach einer halben Flasche Wein in zwei Zügen, den bitteren Nachgeschmack mit Wodka-Lemon weggelöscht? Und das Ganze hatte keinerlei Auswirkungen auf sie, im Gegenteil, ihr Pokerspiel wurde besser? WTF? Naja, irgendwann war dann auch endlich der Alk leer, Daiin hat sie dann nach Hause gebracht und ich habe während dessen klarschiff gemacht. Als ich die leeren Flaschen wegräumte, musste ich schon an Korea denken und hatte dabei ein leicht mulmiges Gefühl … :) ))

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Sydney Tag 2

Heute hat es gepisst und ich hatte kein Glück bei der Wohnungssuche, deswegen war ich die meiste Zeit zu hause und hab fleißig nach frischen Wohnungsanzeigen gesucht. Aber zu Mittag bin ich dann durch die Innenstadt von Manly geschlendert und bin von einem Surfladen zum anderen gehoppst. Am Ende der Einkaufsstraße habe ich dann bemerkt, dass da schon der Manly Beach ist und natürlich musste ich mir das unbedingt angucken. Sehr nice 3km langer Sandstrand und im Wasser lauter Server, die das schlechte Wetter mit stürmischeren Wellengang für sich nutzten. Dann bin ich in Hungry Jacks – so heißt hier der Burger King und habe mir aus Neugier einen Burger reingefahren. Naja nach den ersten Bissen zu beurteilen, ist der nicht viel anders als in Deutschland. Auf der Suche nach einem Adapter habe ich einen Abstecher in Coles (eine Supermakrt-Kette) gemacht. Leider war der Adapter ausverkauft, so habe ich stattdessen eine Packung TIM TAM gekauft! YEAH! Sehr schokoladisch, sehr süß, but still yummi!

Am Abend sind Daiin, sein derzeitiger Zeitvertreib und ich Pizza essen gegangen. Ich habe dort zum ersten mal eine koreanische Bedienung in einem italienischen Laden arbeiten gesehen. Die Portion war üppig und so sind wir mit vollen Magen in die Henry Africas Bar gegangen und haben dort munter einen gehoben. Ein sehr stylischer Laden mit Blick auf den Strand. Danach waren wir noch kurz um die Ecke im Steynes ein wenig Popo wackeln. Das Teil hat zwei Floors nebeneinander. Im ersten Floor war die Musik eher so im Erasmus-Party Style, im zweiten lief dann House und Hip Hop. Und als wir da lustig am shaken waren, geschah es … bad Karma, das Ignorieren der hübschen Dame im Flieger rächt sich mit einer Frau, die man nicht ignorieren konnte! Ohne Asi zu sein, es kam ungefähr die hässlichste Frau im ganzen Laden auf uns zu und suchte wampeschwingend Kontakt. Sie sah aus, wie ihre zwei Brüder, Schlägertyp – eckiges Gesicht mit Zahnlücke und ohne Hals. Aber sie war auf ihre Art sehr lustig, denn sie schwankte hackedicht über die Tanzfläche mit einer halbvollen Bierflasche in der Hand und hat uns drei ständig animiert zu feiern. Und jetzt mal ganz unter uns, ich bin mir sicher, sie hatte es auf Daiin abgesehen. Ehrlich! :) )) Am Ende sagte sie mir, dass Daiins Mädel sehr hübsch sei und sie umarmte auch nur sie zum Abschied. Auf dem Heimweg war ich mir dann echt nicht mehr sicher, ob Ohrringe als Indiz für das weibliche Geschlecht ausreichen würde …

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Sydney Tag 1

Endlich bin ich angekommen. Im Flug nach Sydney habe ich endlich ein wenig schlafen können, nachdem ich irgendwie ca. 30 Stunden durchgemacht hatte. Neben mir saß ein recht hübsches Mädel (in Jeans Hotpants!!), was mir aber dann doch scheiß egal war, weil mir mein Schlaf wichtiger war. :) ) Das Essen war überraschend lecker, ich habe mir immer das koreanische Essen bestellt, so gab es immer schön Fleisch mit Gemüse und natürlich Reis. Die Stewardessen sind im Gegensatz zu früher echt hübsch geworden, zumindest die jüngere Generation. Ja alles im allen war es mit Asiana Airlines ein recht spaßiger Flug.

Bei der Gepäckstation kam es dann zum ersten Kontakt in Australien – es war ein Chinese. Er hatte mich zuvor intensiv durchgescannt, bevor er mich fragte: „Where are your from?“. Ich antwortete: „Hey, I’m from Korea and you?“ Er dann:“I’m from China.“. Ich dann:“Aaah …?!?!“. Dann nahm ich mein Gepäck und machte mich vom Acker.

Draußen angekommen, sprang ich ins nächste Taxi rein und lernte den herzlichen Taxifahrer, names Paulus kennen – ein Singapurianer. Es war einer dieser Begegnungen, die man nicht so schnell vergisst. Wir haben die ganze Fahrt lang unsere Lebensgeschichten ausgequatscht, so erfuhr ich, dass er mit 28 Jahren nach Australien kam, sich hat einbürgern lassen und mit seiner Frau einen 21 jährigen Sohn hat, der IT Software Engineering auf BA studiert. Er erzählte mir von Sydney, was wo ist, wie man wohin kommt, wieviel was kostet und worauf man aufpassen muss. Er weiß sogar wo das Saatchigebäude ist. :) ) Er war total überrascht, dass ein Student über den halben Globus reist, nur um bissl Arbeitserfahrung zu sammeln und musste dabei ständig an sein Sohn denken, der auch Kurse in Richtung Animation gemacht hatte. Paulus träumt davon, dass wenn sein Sohn ein Arbeitsplatz gefunden hat, dass er mit seiner Familie ein eigenes Heim aufbauen kann und er und seine Frau nicht mehr zwei Jobs machen müssen. Am Ende in Manly angekommen, wo mein Kumpel Daiin wohnt, haben wir uns sogar umarmt und er meinte lachend: „If my son will be like you one day I would be very proud.“ Was für ein herzlicher Einstieg in Sydney und nach der Fahrt hatte ich das Gefühl ich kenne Sydney in- und auswendig. :) ))

Nachdem ich mich ein wenig frisch gemacht hatte, sind Daiin und ich zum Manly Warf. Dort hatte ich mein erstes Essen in Australien – ein Beef Wrap. Scheiße, war der ekelig! Dann machte sich Daiin zur Uni und ich mit der Fähre in die Stadt. Dabei bemerkte ich, dass ich meine Kamera vergessen hatte. Schade, denn die Aussicht auf die Sydney Opera House und Harbour Bridge war schon sehr nice. Das erinnerte mich an Lissabon, von der Insel in die Stadt, Großstadt-Feeling pur, nur ist das Panorama hier um einiges pompöser. In Circular Quay angekommen, bin ich dann durch die Stadt rumgeflitzt, wegen Wohnungsbesichtigung und war dann auch schließlich kurz bei Sixty40. Eine kleines abgefucktes Büro, aber sehr sympathisch mit Kicker und Hund. Die Leute dort sind sehr cool, relaxed unterwegs und haben mich extrem freundlich empfangen. Ich bin sehr gespannt und freu mich jetzt schon riesig auf die Zusammenarbeit. Yes!

Auf dem Rückweg bin ich dann noch ein wenig durch die Stadt geschländert, habe dort den ersten Sneaker Laden besichtigt, war beim neuen Apple-Store und habe bei Krispy Kreme kurz pausiert. Als es dann ein wenig dunkler wurde, bin ich runter zum Sydney Opera House. Da ich das davor nur vom Flugzeug aus, vom Taxi aus und von der Fähre aus gesehen hatte, musste ich unbedingt am selben Tag noch hin, um mir das aus nächster Näher anzugucken. Und ja, bei Sonnenuntergang, angeleuchtet, war das Ding schon sehr beeindruckend.

Völlig erschöpft bin ich dann zurück nach Manly und konnte endlich richtig schlafen.

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Stop Over


Brand Aktuell, ich bin gut in Korea angekommen, habe mir während des Fluges 3 Filme reingezogen, eine Teenie Komödie, einen 3D Animationsfilm und ein koreanisches Beziehungsdrama und sitze gerade im Flughafen und warte auf mein Flug nach Sydney, der in einigen Minuten losgeht. Ich hatte ganze 8 Stunden zeit hier in Seoul und habe sie bestens genutzt, indem ich unters Volk gegangen bin und zwar Downtown in Apgujeong und Kangnam.

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