Der Kunde weiß nicht, wie das Setting am Ende aussehen wird. Der Kunde hat keine Ahnung.
) Aber er wird am Ende was tolles bekommen. Irgendwie. Andres schmeisst mit seinen Nachbarn eine Hausparty in Bondi. Es war sehr lustig und sehr nerdy. Es waren einige Motion Graphics Freelancer am Start, die nichts anderes als über Motion Graphics gebabbelt hatten. Da war auch eine Koreanerin, die in Brisbane Produktdesign studiert hatte und jetzt in Sydney ihren Master in Multimedia Design macht, aber keine Ahnung von dem Zeug hat und deswegen total sucked. Sie war mit ihrer Selbstironie sehr witzig, habe aber ihren Namen vergessen. Ansonsten habe ich noch einen Typen kennen gelernt, der hier bei Ernst & Young arbeitet, da musste ich gleich mal an Borucki denken. Habe auch zum ersten mal Dan betrunken gesehen, he is a dancemachine, wer hätte das gedacht!
)) Am Ende musste ich mir seit langem die dümmste Konversation anhören. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals so viel Scheiße aufeinmal gehört habe. Ich wurde durch das Gebabbel wieder nüchtern und bekam davon Kopfschmerzen. Wenn Kiffer anfangen zu reden, ist es echt pure Strafe. Was war ich froh, als ich dem Elend endlich entkommen konnte und wieder zu hause war.
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Archiv für September, 2008
Sydney Tag 65
Sydney Tag 64
Der Kunde hat seine Meinung geändert und möchte einen blauton haben. Und das Ganze etwas bubblig und fröhlich. Schade, somit ist die Geschichte mit dem Art Deco im eleganten, klassischen Stil gestorben, dh und wieder kann sich mein Logo Favorit nicht durchsetzen. Dreck. Naja, wir werden sehen, was daraus wird.
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Sydney Tag 63
Das Design für The Guide ist eine moderne Version des Art Decos. Ich habe mich ans Redesign des Logos gemacht, Nick hat eine altes TV gemodelt und Evan hat Icons gemacht. Das Ganze soll in schwarz/weiß Tönen gehalten werden, weil einer der beiden Moderatoren weißes Haar hat.
Heute hatte Ian seine letzten beiden Klausuren geschrieben. Der arme Bub ist jetzt endlich frei. Bei den Widrigkeiten, die in unserer Wohnung herrschen, ist es nicht einfach konzentriert zu lernen. Kein Wunder, dass er mit den Gedanken spielt von hier auszuziehen. Was man nicht alles für die Karriere aufgibt. Bitch!
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Sydney Tag 62
Es gab Extrawünsche vom Kunden bezüglich des Textstraps. Als ich diese dann endlich erfüllt hatte, bekam ich ein neues Briefing. Anfangssequenz und Redesign für „The Guide“. Ein Programm, in dem zwei Typen ihre Kritiken und Empfehlungen von anderen diversen TV Programmen abgeben. Kein Frühling, kein Sommer, keine Blumen, endlich mal was neues. Das Beste daran ist, dass Nick als 3D Modeler und Evan als 2D Grafiker auch daran sitzen und ich als Motion Graphic Designer/Compositor die Art Direction von dem kleinen Projekt habe. So gefällt es mir natürlich am besten, wenn man mit anderen Leuten ein bissl brainstormen kann und den Leuten sagen kann, wie man gerne die einzelnen Elemente für das finale Ding hätte. Aber leider ist es auch ein kleineres Projekt, das innerhalb einer Woche weggehauen wird. Schade, denn es macht Spaß und mit dem Potenzial, das einem umgibt, kann man schon was großes auf die Beine stellen.
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Heute hat Betty geweint. Wir haben Karten gespielt und der Verlierer bekam Schläge. Und das dreißig jährige Mädchen hatte das letzte Spiel verloren.
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Sydney Tag 61
Heute habe ich auf der Arbeit die Korrekturen für Textstrap und Transition für Get Fit For Summer gemacht. Da Mathieu jetzt ausgezogen ist, hat Jiny sich entschieden in unserem illustren vierer Zimmer einzuziehen.
Bevor er aber seine erste Nacht in seinem neuen Heim verbringen konnte, gab es Beef zwischen ihm und Curly. Ein lustiger, nerdiger Mensch aus Indonesien war bei uns im Haus und wollte in das einzelne Studyroom, indem Jiny vorher gepennt hat, einziehen. Aber wir waren sehr laut, haben zusammen gekocht und wieder mal rumgealbert. Der Typ hatte großes Bedenken, wegen des Lärms, weil er ja auch zu hause lernen möchte. Das hat Curly angepisst und Jiny hat es angepisst, dass Curly immer angepisst ist. Also haben sie sich gegenseitig angepisst, während Wohnungsbesichtigung war.
)) Der arme indonesische Student war dadurch natürlich sehr eingeschüchtert und hat sich leise verpisst.
Schade, schon als er beim Eintritt der Wohnung nicht nur die Schuhe ausgezogen hatte, sondern auch die Socken, fand ich ihn top.
) Aber so bleibt wenigstens die Chance offen, dass vielleicht doch noch eine Brasilianerin oder Schwedin bei uns einzieht.
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Sydney Tag 60
In Darling Harbour wurde vom koreanischen Tourismuszentrum eine kleine Veranstaltung organisiert, da ja vor kurzem Chuseok (koreanisches Erntedankfest) war. Das übliche Programm war zu sehen, sprich Essenverkauf, traditionelle Tänze und Breakdance. Shit!
)) Farida, Betty, Jiny und ich haben uns das Programm kurz reingezogen und dabei Paddpingsoo (Eis) gelöffelt.
Farida musste dann zur Arbeit, also sind wir nur noch zu dritt durch Sydney getigert und sind mit der Monorail gefahren und haben ein bissl am Sydney Opera House gechillt.
Wir bekamen dann irgendwann hunger und hatten Lust auf Japanisch. Wir landeten in einem Laden bei uns um die Ecke, wo es lecker Bentos gibt. Für 12,50$, also 8€ bekam man dort richtig gutes Essen. Ich weiß jetzt schon, dass ich das günstige gute Essen in Deutschland definitiv vermissen werde.
Am Abend hieß es wieder saufen, denn es war Mathieus letzter Abend. Er fliegt morgen zurück nach Frankreich. Diesmal fing es an mit Sambuca. Ich mag brennendes Alkohol nicht, hatte damit schlechte Erfahrungen und diesmal brennte das Zeug nicht im Glas, sondern im Mund. Also war ich beim Trinken doppelt so vorsichtig. So sieht das Ganze dann aus:
Irgendwann waren wir dann auch wieder lustig und hatten unglaublich viel Spaß an Luftballons.
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Sydney Tag 59
Die Woche war das Wetter schon herrlisch und heute pünktlich zum Wochenende waren es satte 33°C. Yeah! Mathieu, Masato, Jiny und ich haben uns auch gleich mal auf dem Weg zu Bondi Beach gemacht. Dort wartete schon Ian auf uns, der mit seiner Columbian Connections dort schon chillte. Bevor es mit dem Bus nach Bondi ging, sind wir kurz zum Coles und haben uns Essen für den Grill besorgt. Draußen auf den Straßen war es voll. Das Wetter hat alle rausgelockt und natürlich hatten alle das selbe im Sinn – ab zum Strand. Dementsprechend war es voll im Bus und noch voller am Strand. Wahnsinn!
Nachdem wir uns ein paar Burger reingezogen haben, habe ich mich erstmal geil am Strand hingelatzt und mich kein Meter bewegt. Hammer! Bei der Hitze ging mir meine Matte mächtig auf die Nüsse, also habe ich kurz beschlossen mir meine Haare abschnippseln zu lassen. Jiny und ich sind zu einem koreanischen Frisör. Und es scheint so, dass Frisösinnen überall auf der Welt gleich sind – sie haben gefärbte Haare und labern ununterbrochen Müll. Und bei der war es irgendwie ganz schlimm, weil ihr Englisch so scheiße war, dass ich nichts verstanden habe und sie ganze Zeit alleine immer zwischen gebrochene Wörter rausspucken und kichern hin und her switchte. Wenigstens war sie schnell fertig und ich konnte nach kurzer Zeit wieder zurück in die Freiheit. Mit neuer Frisur sind wir in die Space Bar, um da abzuhotten. Und was ich da gemerkt habe, ist dass es hier in Sydney populär zu sein scheint, halbnackte Frauen auf irgendwelche Poteste tanzen zu lassen. Habe zum ersten mal ein asiatisches Mädel gesehen, die einen auf Bootyshaker gemacht hat. Irgendwann nachts sind wir dann zum Koreaner und haben dort ein bissl Brühe gelöffelt bevor es in die Heia ging.
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Sydney Tag 58
Als ich auf der Arbeit war und morgens obligatorisch erstmal meine E-Mails gechecked hatte, erhielt ich eine Nachricht mit riesengroßem Bild aus Mainz. Thanks, dudes. This is huge! And by the way the other non-digital surprises I’ve received from you guys. You make me feel damn special!
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Nach der tollen Überraschung hab ich mich an das Textstrap und die Transition für Get Fit For Summer gemacht. Nach der Arbeit bin ich mit Adres, ein columbianischer Freelancer im Gaff einen Heben gegangen. Ein lustiger Typ, ist immer am lachen. Man merkt, dass er mit der Sonne aufgewachsen ist. Er macht im wesentlichen, dass was ich auch mache, Interactive und Motion.
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Danach ging es nach Hause und gleich weiter mit Trinken. Jiny hat eine Flasche Ballentine und später noch eine Flasche Smirnoff gekauft, sein Mädel kam heute zum Feiern. Da ich ein guter Wingman bin, habe ich mich beim Trinken kollegial zurück gehalten und immer schön dem Mädel eingegossen. Danach gings munter ins Karaoke. Und danach ins Kopow wieder mit Fire Chicken und Soju. Das dumme war nur, dass Jiny zu viel Intus hatte und sich vorher verabschieden musste. Der Rest war auch entweder hacke oder müde, so verabschiedeten sich alle so gegen 2h. Ich hatte aber noch nicht wirklich lust nach hause zu gehen, also sind Masato und ich in die Star Bar und haben da nochmal schön abgehottet.
Sydney Tag 57
Sound ist da, wurde unter die Animation reingeklatscht. Fertig. Jetzt heißt es wieder auf Kundenfeedback warten. Zu hause wurde einfach so asozial gesoffen. Keiner weiß warum und wie es dazu kam, aber heute war es schon leicht asozial. Hier ein Video davon, in dem Jiny uns am Ende zeigt what it’s like to be a „strong korean“.
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partywg gettin retarded
Danach waren wir sehr lustig unterwegs und konnten uns auch über jeden Scheiß freuen. Hier ein kleiner Eindruck davon. Die Jungs Donnerstag um 2h Nachts im Wohnzimmer:
Im letzten Bild hatte ich den totalen Lachflash, hab mich so über die Bilder verpisst. Absolutely retarded!
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Und wenn wir schon dabei sind, hier die ersten Bilder von meinen Flatmates mit dem Gorillaz Pappaufsteller, das ich vor paar Wochen von Sixty40 mit nach hause gebracht hab. More to come. That’s the spirit of our flat.
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Curly
Jiny
Ian
Masato
Sydney Tag 56
Boah. Habe wieder voll schlecht geschlafen, aber heute musste ich wieder zur Arbeit. Bevor ich zur Arbeit ging, besorgte ich einen kleinen Schokikuchen in Coles für meine Kollegen. Habe da auch gleich mal ein bissl aus dem Nähkästchen geplaudert und von meiner Kurzreise berichtet.
Eigentlich war ich viel zu müde, um mich richtig zu konzentrieren. Aber die Animation für Get Fit For Summer stand an und sollte bis Ende dieser Woche, sprich Übermorgen fertig sein. Nachdem ich alle Mails und Facebooknachrichten gechecked hatte, habe ich mich mal zusammengerissen und angefangen zu arbeiten.
Danke an Euch für die vielen digitalen Glückwünsche!
)) You’re the best!!
Gegen Feierabend war ich dann auch schon fertig mit der Animation, musste nur noch auf den Sound warten und konnte so pünktlich nach hause. Auf dem Heimweg habe ich dann wieder einen Schokikuchen für meine Flatmates besorgt. Und wieder haben wir bis spät in die Nacht gequatscht. Zudem habe ich auch seit langem wieder mal mit der Heimat gechattet und so bin ich wieder erst gegen 3h zum Pennen gekommen. Wahnsinn!

























