Als ich morgens auscheckte, kam ich ins Gespräch mit der Besitzerin des Motels. Da ich kein Plan hatte, wohin, fragte ich sie, wo es denn hier schön sei. Sie empfohl mir Lalomanu und erklärte mir, welchen Bus ich nehmen muss und wo er von hier abfährt. Also nahm ich meine sieben Sachen und machte mich auf dem Weg zum Busbahnhof von Apia. Das Wetter war schlecht, es regnete sehr oft. Glücklicher Weise aber nur, wenn ich nicht zu Fuß unterwegs war.
Auf dem Busbahnhof war es voll, vor allem von Schülern, alles Samoer, ich war der einzige Fremde dort. Die Leute waren neugierig, paar Jungs begrüßten mich und boten mir Platz an und fragten mich freundlich, ob ich Hilfe bräuchte. Nach kurzem Smalltalk meinte ich, dass ich nach Lalomanu wolle. Sie zeigten mir den richtigen Bus, der parkte bereits an der Seite. Im Bus traf ich dann ein australisches Ehepaar, dass auch nach Lalomanu wollte. Ich dachte mir nur, also hier trifft man Australier. In Sydney selbst, habe ich außerhalb meiner Arbeit keinen einzigen kennenlernen können.
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Die Busfahrt ansich ist schon ein Abenteuer. Die Busse sind von den Besitzern selbst gestaltet und lackiert. Es spielt laute gemixte samoan-american Musik aus der Boombox. Innen sind Holzbänke und es gibt kein Limit für den Personentransport, was reinpasst, wird mitgenommen. So passiert es, dass die Menschen sich auf den Bänken stapeln. Der Mann sitzt auf der Bank, auf dem Schoß die Frau und auf ihr die Kinder. Solche Türme gibt es dann zwei mal pro Bank. Die Menschen sind im Umgang miteinander extrem sozial und freundlich. Es wird sofort Platz gemacht, wenn ein älterer Herr oder eine schwangere Frau eintritt, oder ein Touri. Es wird miteinander gelacht und niemand ist gestresst bei der Masse. Der Bus hält auch überall, wo man gerne aussteigen möchte. Das ist vor allem gut für die Mütter, die in Apia einkaufen waren und die Tüten nur vom Bus ins Haus tragen müssen, wobei sie es nicht tun, weil sobald der Bus vor dem Haus steht, wird kurz gehupt, die Kinder rennen raus zum Bus und tragen für die Mutter die Tüten ins Haus. Und während sie das tun, wird freundlich dem Bus hinterher gewunken.
Generell wird jeder begrüsst. Egal in welcher Situation, sobald man an einem trifft, begrüsst man sich herzlich und immer mit einem Lächeln im Gesicht.
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Nach 2,5 Stunden Busfahrt war mein Arsch platt vom Sitzen auf der Holzbank und der Bus erreichte endlich Lalomanu. Ich entschied mich spontan in Lalomanu Taufua Beach Fale zu bleiben. Ein Beach Fale ist nichts weiteres als eine art freie Holzhütte am Strand. Und in sowas habe ich gepennt. Man bekommt noch eine Matratze, ein Kissen, eine Decke und ein Mosquitonetz.
Die Uhr im Zentrum Apias

Alles Grün, kein Hochhaus, kein Schornstein, kein Mensch

Noch sehr leerer Bus

Aussicht von meinem Bett

Mein Beach Fale mit Regenschutz

Lalomanu Beach, noch regnerisch


Mein Bett

Sonnenuntergang von meinem Bett aus
